Technik von gestern

Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)

Rufname: Florian Münchweiler 19

 

Unser MTF war primär auf den Mannschaftstransport ausgelegt und war ein Kleinbus T3 von Volkswagen. Dafür ist die Ausrüstung minimalistisch gewesen, sie bestand aus Verkehrsleitkegel, Warnleuchten und einem Feuerlöscher. Weiterhin diente dieses Fahrzeug der Jugendfeuerwehr, die aus ca. 30 Jugendlichen besteht als Transportmittel.

 

Ausserdienst gestellt: 10/2012


Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF)

Rufname: Florian Münchweiler 47

  

Unser altes Tragkraftspritzenfahrzeug, kurz TSF, wurde 1978 in dienstgestellt. Es handelte sich um ein TSF Aufbau von der Firma Ziegler mit einem Ford Transit als Fahrgestell. Dieser Feuerwehrfahrzeugtyp ist in Deutschland der meist verbreiteteste und das „Standardfahrzeug“ für Ortswehren. Weil dieser Fahrzeugtyp eine Feuerwehr technische Beladungen für eine Gruppe hat, bestehend aus einem Gruppenführer und acht Männern im Löscheinsatz.

Seit Anfang an leistete uns auch unsere Tragkraftspritze die mit dem Fahrzeug angeschafft und außer dienstgestellt wurde treue Dienste. Bei dieser handelte es sich um einen so genannten Gasstrahler der ebenfalls von der Firma Metz mit einem VW-Käfer Motor angefertigt wurde.

An dem Fahrzeug wurden im Laufe der Jahre mehrere kleinere, sowie auch größere Veränderungen ausgeführt. Unter anderem wurden zu den zwei vorhandenen 

Steckleiterteilen zwei zusätzliche Teile angeschafft. Ebenso wurden zwei Handfunkgeräte, ein Faltwarndreieck und ein Hohlstrahlrohr von dem Feuerwehrförderverein in den Jahren zur Ergänzung der Ausrüstung angeschafft,  diese Gegenstände wurden in das neue Fahrzeug übernommen. 

 

Ausserdienst gestellt: 09/2004


Tragkraftspritze (TS)

 

Dies war unsere erste Tragkraftspritze mit Verbrennungsmotor in der gesamten Verbandsgemeinde. Die Pumpe wurde 1943 in dienstgestellt und 1978 außer Dienst gestellt.

 

Ehemalige Ausrüstungsgegenstände

 

Zu unserer 1943 in Dienst gestellter Pumpe würde ein kompletter Ausrüstungssatz für ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA) angeschafft. Dieser Anhänger war so konzipiert das er an einen Bulldog eines Ortsansässigen Bauers angehängt werden konnte.


Feuerspritze

 

Am 10. November 1872 bestellten die Gemeinden Münchweiler und Gonbach bei Heinrich Hanauer, Mechanicus in Winnweiler, eine Feuerspritze.

Die Spritze sollte auf einem aus dürrem, zu diesem Zweck bestens geeignetem Holz gebauten Wagen zu stehen kommen, dessen Räder in dem vereinbarten „Akkord“ noch genauestens beschrieben werden. Der Wasserkasten sollte aus starkem Eisenblech angefertigt werden und 350 Liter Wasser fassen. Das aus zwei „messingen Zylindern“ bestehende hydraulische Werk soll zwei Druck- und zwei Saugventile enthalten. Außerdem wird da noch der „Windkessel“ genau beschrieben und die gusseiserne Platte über dem Wasserkasten. Der Spritz muss ein englischer Schraubenschlüssel und ein Hammer beigegeben sein. Die beiden 100 Fuß (=ca. 30m) langen Schläuche können durch „Bayonetten“-Verschluss zusammengesetzt werden. Zwei Teile von den Schläuche sind mit Mundstücken aus Messing versehen. Die Spritze muß so konstruiert sein, dass man mit einem Schlauch, zu gleicher Zeit aber auch mit zweien, Spritzen kann.

Die ganze Spritze wird mit guter Ölfarbe angestrichen und lackiert. Auf die eine Seite kommen die Namen „Münchweiler und Gonbach“, auf die andere Seite der Name des Verfertigers. Dann werden vom Unternehmer noch fünf Jahre Garantie auf sein Werk verlangt.

Die Gemeinden zahlen für diese Feuerspritze 850 Gulden(fl), aber erst dann, wenn ein positives, technisches Gutachten vorliegt. Sollte dies besonders gut ausfallen, legen sie noch mal 10 Gulden zu. Die Gesamtkosten werden von den Gemeinden Münchweiler und Gonbach im Verhältnis 2:1 geteilt. Die Spritze wird beim Unternehmer abgeholt und an ihren Bestimmungsort gebracht.

Quelle: Archiv der Feuerwehr Münchweiler/Münchweiler a.d. Alsenz – Chronik eines Dorfes.